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Blog von Herwig Feichtinger über Informations­technik

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26.11.22 Schriftarten aus dem Web
Derzeit rollt eine Welle von Abmahnungen wegen der Verwendung von Google-Fonts auf Webseiten, da bei jedem Font-Ladevorgang die IP-Adresse des Benutzers an Google gemeldet wird, was der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) widerspricht. Dabei ist es nur in den allerwenigsten Fällen wirklich nötig, andere als die im Browser verfügbaren Fonts zu benutzen. Vermeiden sollte man systemspezifische Schriftarten wie Arial oder Helvetica; besser ist z.B. font-family:Sans-Serif im Style-Sheet. Wer in Firefox keine Web-Schriftarten verwenden möchte, kann diese im Schriftarten-Menü mit der Option "Seiten das Verwenden von eigenen statt der oben gewählten Schriftarten erlauben" einfach ausschalten. Nur auf wenigen Seiten merkt man einen Unterschied, z.B. wenn der Webdesigner spezielle Symbole per Nicht-Standard-Schriftart realisiert hat.

30.10.22 Wozu Twitter und WhatsApp?
Bei der Diskussion um die sogenannten sozialen Medien und all ihre Inhalte und Datenschutz-Probleme stellt sich die Frage, wozu man sie überhaupt braucht. Um irgend etwas bekannt zu geben, können Politiker oder Firmen genauso gut ihre fast immer auch vorhandenen Webseiten benutzen. Um Textmitteilungen an andere zu senden, eignen sich E-Mails oder notfalls SMS-Nachrichten genauso gut. Zugegeben ist die Konfiguration eines E-Mail-Programms etwas komplizierter als WhatsApp, aber dafür wird nicht automatisch das gesamte Adressbuch zum Anbieter übertragen.

14.08.22 Fritz-Box und IPv6
Die Fritz-Box unterstützt seit langem IPv6, und sie tut das ausgesprochen unauffällig: Etwa an einem Telekom-DSL-Anschluss werden Webseiten automatisch mit IPv6 statt IPv4 aufgerufen, sofern der DNS-Eintrag der Domain das anbietet. Bei Geräten innerhalb des eigenen LAN, z.B. für eine NAS-Festplatte, wäre es deshalb naheliegend, dass der DHCP/DNS-Server der Box nicht nur die IPv4-, sondern auch die IPv6-Adresse zurückliefert. Tut er aber nicht, wie man mit nslookup an der Kommandozeile leicht nachprüfen kann. Für sich selber liefert die Box dagegen etwa mit
nslookup fritz.box
ganz brav beide Adressvarianten. Nicht vorgesehen ist auch das Eintragen statischer (IPv4-)Adressen; wer das will, braucht einen eigenen DNS-Server im lokalen Netzwerk.

13.06.22 K9-Mail wird Thunderbird für Android
Mozilla und der maßgebliche K9-Entwickler "cketti" haben gemeinsam angekündigt, dass der schon länger geplante Mail-Client von Mozilla für Android auf K9-Mail basieren wird. Somit ist eine langfristige Weiterentwicklung des Clients zu erwarten - eine positive Nachricht für die Benutzer. Auch eine Synchronisation mit der PC-Version von Thunderbird ist geplant.

21.05.22 Wechsel von FairEmail zu K9-Mail
Der Entwickler des von mir für Android bisher favorisierten E-Mail-Programms FairEmail hat sich leider entschlossen, die Weiterentwicklung einzustellen. Neben den von unqualifizierten Meckerern manchmal abgegebenen 1-Sterne-Bewertungen im Google-Playstore waren für ihn auch die manchmal undurchsichtigen Google-Richtlinien für Apps ein Auslöser, die den Upload von Kontaktdaten verbieten. Ich hatte früher schon mal K9-Mail benutzt, bis seine Push-Funktion (IMAP-Idle) nicht mehr mit aktuellen Android-Versionen kompatibel war, und war zu FairEmail abgewandert. Mittlerweile wurde aber K9-Mail weiterentwickelt und es ist wieder ein halbwegs brauchbares Programm geworden.

19.05.22 Platzsparende TKL-Tastaturen
In letzter Zeit bieten immer mehr Hersteller PC-Tasturen an, bei denen rechts der Nummernblock fehlt, wodurch sie nicht ganz so viel Platz auf dem Schreibtisch einnehmen. TKL bedeutet "ten keys less", zehn Tasten weniger, was sogar ein wenig untertrieben ist. Wer sich dabei ertappt, den Nummernblock kaum je zu benutzen, ist mit einer solchen Tastatur bestens bedient, die zudem schulterfreundlich ist, weil man den Maus-Arm nicht so weit abspreizen muss.

19.04.22 IPv6-Verbreitung noch lückenhaft
Das Internet-Protokoll Version 6 (IPv6) ist insbesondere bei Webseiten schon sehr weit verbreitet, aber es gibt Widerstand. Beispielsweise ist spiegel.de bisher nur via IPv4 erreichbar. Dasselbe gilt erstaunlicherweise für verbreitete Provider wie Ionos, GMX oder Web.de - weder deren Webseiten noch die Mail-Server erreicht man per IPv6. Bei Strato klappt es dagegen schon, Beispiel:
c:\>nslookup smtp.strato.de
...
Name: smtp.strato.de
Addresses: 2a01:238:20a:202:55f0::1133
...

05.04.22 Propaganda und Zensur
Was mich am Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine am meisten erstaunt, ist die Tatsache, dass es in Russland und sogar in Deutschland Menschen gibt, die das russische Vorgehen für berechtigt halten. Es ist erschreckend, wie wenig informiert viele Menschen in Russland dank der dortigen Zensur sind, und wie viele Menschen in Deutschland der russischen Propaganda glauben.

Fritzbox13.03.22 Fehlerursache WLAN-Autokanal
Nicht alle WLAN-Geräte vertragen einen vom Router durchgeführten Kanalwechsel. So stellte sich heraus, dass die Verbindung zu einer Viessmann-Heizung mit dem WLAN-Adapter Vitoconnect 100 (2,4 GHz) zu einer Fritzbox nur dann stabil lief, wenn im Router (bzw. dem WLAN-Repeater) der automatische Kanalwechsel abgeschaltet war. Die vorherige Vermutung, dass es an der Einstellung WPA2+WPA3 liegen könnte, erwies sich als falsch.

04.03.22 Ortsvorwahl im Fritzbox-Telefonbuch
Wenn man lokale Telefonnummern ohne Ortsvorwahl im Telefonbuch einer Fritzbox speichert, funktioniert im Prinzip alles - jedenfalls kann man die Nummern anrufen, und bei ankommenden und abgehenden Rufen wird auch der richtige Name angezeigt. Kommt allerdings ein Anruf von dieser Nummer mit anderer Ortsvorwahl, dann wird fälschlich der Name aus dem lokalen Ortsnetz angezeigt. Und wenn man dann versucht, diesen Namen aus der Anrufliste anzurufen, wird die fremde Vorwahl verwendet. Eine böste Stolperfalle!

06.02.22 Wortumbruch funktioniert jetzt
Die verbreitetsten Browser unterstützen jetzt eine Silbentrennung am Zeilenende, wenn man eine Sprache definiert, z.B. mit <HTML LANG="de-DE"> oben im HTML-Dokument, und im Stylesheet so etwas angibt wie:
html { -ms-hyphens:auto; -webkit-hyphens:auto; hyphens:auto }
Gerade bei einem responsiven Layout, bei dem die Zeilenlängen je nach Gerät sehr unterschiedlich sein können, ist das nützlich.

01.01.22 HTML-Validator findet Fehler unter Firefox nicht
Wenn man am Ende einer HTML-Seite ein zusammenhangloses </LI> oder Ähnliches einbaut, meldet die Extension "HTML Validator" unter Chromium-basierten Browsern wie Google Chrome oder Microsoft Edge pflichtgemäß einen Fehler - unter Firefox jedoch nicht. Grund ist offensichtlich, dass Firefox die HTML-Quelle dem Validator vorgefiltert übergibt - leicht schon daran zu erkennen, dass Großbuchstaben-Tags im angezeigten Quellcode in Kleinschreibung erscheinen und das überflüssige </LI> sogar ganz fehlt. Eine fehlerfreie Validierung ist in Firefox also leider nicht aussagekräftig und muss mit einem anderen Browser gegengeprüft werden.

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